Expedition: The Nose

Nach langer Planung und Angst vor erneuten Grenzschließungen, ging es so schnell wie möglich noch ins Ausland, auf Expedition. Haulbag und neues Equipment, so wie es sich gehört, wurden sorgfältig gepackt und eingeladen.

Eine Expedition ist ja immer eine Reise ins Ungewisse, doch dieses mal gings nicht etwa um Eisverhältnisse, Lawinengefahr oder Wetter. Früh morgens mussten wir zuerst ein Hochrisikogebiet durchqueren und anschließend über die Grenze ins geliebte Österreich. An dieser Stelle entschuldigen wir uns für das Verhalten der bayrischen Politik gegenüber unserer Nachbarn. Brücken bauen, keine Grenzen schließen! Keine Polizei, keine Kontrolle, alles nochmal gutgegangen. Nun haben wir 48 Stunden Zeit unsere Tour zu klettern!

7 Seillängen mit der Schlüssellänge 9+ in bestem Fels am Urlkopf warteten auf uns. Die erste Länge eignete sich perfekt, um sich für die anschließenden Längen aufzuwärmen. Schon die zweite Länge (8) fordert einiges an Kletterkönnen. Zusätzliche Herausforderungen, wie nasse Risse, werden easy weggesteckt. Zitat Thomas: "Was ist denn das für ein schleimiger Scheiß!" Doch wir freuten uns riesig, dass wir beide diese Länge rotpunkten konnten.

Länge 3: Die Schlüssellänge (9+), ein anhaltender, steiler Riss in bestem Fels. Thomas wagte sich als Erster und kletterte diese super schöne Linie bis zum Schaukel-Stand (Kommentar Thomas: Klassisch, mehr A3-statt frei) Oben angekommen teilte er mir mit: "Ups, jetzt hab ich die Micro Traxion vergessen, leider kann ich den Haulbag nicht hochziehen, das will ich sehen wie du da mit dem Rucksack hochkletterst :D" Mit dem schweren Rucksack durch die schwere Länge, daran war gar‘nicht zu denken, aber das Problem war mit etwas Erfindergeist schnell gelöst.

Weiter ging es mit der vierten Länge (9-) einer imposanten Dachquerung. Danach folgte wieder flachere Kletterei an kleinen wasserzerfressenen Griffen, die jedoch nochmal Konzentration und Trittsicherheit erforderte. Nach einem etwas nassem Ausstieg kamen wir super zufrieden und glücklich am Gipfel an.

FAZIT: Traumwetter, Traumtour, Traumtag!!!

Warum nach Verdon, wenn der Urlkopf vor der Haustür steht?

15 Grad und Sonne = absolute Sendingkonditions

Ps: Korbis's auf euch wartet eine Nachricht im Gipfelbuch ;)

 

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Bericht von Tina Blümlhuber

Bilder von Thomas seiner Kamera

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