Jungmannschaftsfahrt nach Mallorca 2018

„Das war die beste Kletterwoche die ich je hatte!“…das sagte ich letztes Jahr nach unserem Mallorcakletterwoche-Pilotprojekt. Also war klar, dieses Jahr ist die Allerheiligenwoche wieder fix verplant. Genauso dachte Thomas, der mittlerweile Werbung in der Burghausener JUMA gemacht hatte. Als ich ihm die Zusage gab, dass ich wieder dabei sein möchte teilte er mir unter Lachen mit „Wir sind dieses Jahr zu 16t“. Wow! Das wird interessant. Die Organisation war daher eine etwas größere Herausforderung als im Vorjahr. Aber es gibt scheinbar nichts, was die JUMA-Leitung nicht stämmen kann. Und so hat es Tina geschafft eine Unterkunft für alle zu finden, Thomas hat die recht schwierige Aufgabe gemeistert alle 16 per Flug auf die Inseln UND wieder zurück zu bringen. Die in die Jahre gekommenen Teilnehmer, zu denen ich mich auch zählen musste waren zuständig für die Mobilität vor Ort – 4 Fahrer, 4 mal Ford Focus… So sieht man sofort, dass wir zusammengehören.

Dann war es soweit, ich saß im Zug nach Salzburg zum Flughafen. Da ich als Gast JUMA‘ler die meisten noch nicht kannte war ich richtig gespannt drauf. Mein erster Eindruck war „Boa sind das viele!“ Aber schon bald hatte ich mit jedem SmallTalk gehalten und freute mich rießig auf die anstehende Woche. Doch am Check-in der erste Dämpfer, Zusatzgebühren, dasselbe nochmal beim Mietwagen, Zusatzversicherung. Naja, am Nachmittag bezogen wir dann endlich unser Domizil… Zeit ans Abendessen zu denken. Und an dieser Stelle müssen einfach mal sieben wichtige Highlights der Woche erwähnt werden. Was die Abendessen anging wurden die Kochgruppen höchst Kreativ und man könnte von einem Festmahl jeden Abend sprechen – unterschiedliche Strudel, Linsen-Dal, Reiscurry, Pizza, Burger, Kaiserschmarrn, sogar der Nudel-Reste-Tag J alles in bester Ausführung – lecker!

Aber wir waren ja nicht nur zum Essen dort, nein, am Sonntag geht’s zur Sache oder viel mehr ans Klettern. Aber wo soll’s hingehn? Garnicht so leicht zu entscheiden bei 16 Leuten und leider nicht so besonders trockenem Wetter. Aber wie gesagt, keine Aufgabe ist zu schwer für die JUMA-Leitung und so ziehen wir hochmotiviert los, schließlich meldet der Wetterbericht eine Besserung über die Woche. Und so wird am ersten Tag schon geonsightet, projektiert, sogar geschwitzt und Haut runtergeschruppt. Und so geht es die nächsten Tage weiter. Leider auch das Wetter, das wider Erwarten nicht plötzlich mit Sonnenschein aufwartet. Aber davon lassen wir uns nicht klein kriegen und beim Klettern geht ohnehin immer etwas. Die Devise: Steil genug klettern. Und so starten unsere Youngsters ihre ersten, teils auch erfolgreichen Versuche im französischen 7ten Grad – Hut ab!

Wer so hart am Limit klettert muss abends entsprechend regenerieren. So gab es ausgiebige Dehn- und Massagerunden. So gehen die Tage dahin, die kletterten Meter werden mehr, die Haut wird weniger. Deshalb ist es am Mittwoch dann soweit, ein Pausentag muss her. Und da das Wetter immer noch keine Strandbesuch zulässt lernten wir Mallorca von einer anderen schönen Seite kennen, indem wir wandernd die Bergregion durchstreiften, während sich ein paar übermotivierte, tageslichtscheue wieder in eine Höhle zum Klettern verzogen. Nochmal die Reste Wasser aus den Felslöchern pressen bevor wir nach einem ausgiebigen Regen am letzten Klettertag selbiges aus unseren Klamotten pressten. Zum Abschluss gingen wir abends noch in eine Bar im Dorf, wo wir etwas mit den Einheimischen feiern. Viel zu schnell war die Wochen vorbei geeilt, aber so viel Spaß, wie wir hatten ist das ja auch nicht verwunderlich. So machen wir uns am Samstagmorgen mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf zum Flughafen um unsere ganztägige Heimreise ins kalte Deutschland wieder anzutreten.

Aber Kopf hoch, der Herbst ist noch nicht vorbei, und wie wir diese Woche wieder festgestellt haben, beim Klettern geht fast wetterunabhängig ja immer was!DSC01210-edit (Large).jpgDSC01221-edit (Large).jpg

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Bericht von Fabian Bendlin (Jungmannschaft Kaufbeuren)

Fotos von Thomas März

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