Wo andre in der Sonne grillen, dahin treibt uns unser Kletterwillen - traditionelle JM-Herbstfahrt nach Malle

01_Bildunterschrift_Nordküste statt Ballermann (Medium).JPG

Dass die Burghauser Jungmannschaft den drohenden arktischen Temperaturen in Bayern zu entfliehen versucht, ist nichts Neues – acht wärmeaffine Kletterer flogen daher Ende Oktober nach Mallorca, um ihre unvollführten Kletterträume auf die unschuldigen Felswände der Insel zu projizieren.

Da die Interaktionen zwischen so vielen Menschen in einem so vielfältigen Handlungsfeld nicht einer gewissen Komplexität entbehrt, wird das Geschehene der Übersichtlichkeit halber in kleine Stücke zerlegt:

 

Thomas: Hatte sein Longlines-Buch daheim gelassen und mit zwei Kletterführern von Mallorca ersetzt. Entsprechend verlagerte er seinen Ehrgeiz auf das Klettern möglichst vieler (wenn auch leider noch nicht aller) Top 50-Routen. Dabei setzte er auf die Philosophie „If you are in trouble, dyno double“, untermalt mit Ondra-esker Atemtechnik.

02_Bildunterschrift_If you are in trouble, Dyno double (Medium).jpg

Autos: Eindeutig mehr Gebrauchs- als Prestigeobjekt. Geführt von einer Navigationsapp, die den Fahrer a priori unter den Verdacht vollständiger Inkompetenz stellte und ihm vorsorglich jede Abzweigung fünfmal ansagte.

Die Mädels: Tina und Juliane setzten beim Klettern anstatt auf Dynos auf unverschämte Eleganz und waren damit ähnlich erfolgreich.

Finca: Unvermuteter Luxus mit Swimming Pool, WLAN und Keyless Access. Wichtige Erfahrung: Kühlschrankfächer sind zum Training fürs Leisten-Ziehen ungeeignet.

Die Youngsters: Tim, Simon jr. und Robert (Senior-Youngster) hauten sich auch mal in schwere Routen rein und ließen viel Potential aufblitzen.

DSC01232 (Medium).jpg

Klettern: Super. Mit Seil. In Badezeug über tiefen Meeresbuchten. Sinter, Risse, Aufleger,  Platten. Soweit die Fingerhaut reichte. Super.

DSC00988 (Medium).JPG

Fabian: Die Klettermaschine aus Bad Wörishofen. Kannte keine Ausreden. Außer Muskelkater, zu viel Sonne in der Wand und zu viel Chalk an den Händen. Ließ diese im entscheidenden Augenblick dann doch nicht gelten.

Connect: Gruppenspiel, das sich als Alternative zu Thomas' abendfüllendem Beschäftigungsprogramm (Tourenberichte der Jungmannschaft schreiben) schnell etablierte. Hochliterarische Wortpaare als Beispiel: Beuteltier – Anguruh, Affenwurst – Banane, Süßigkeit – Mummibärli. Anleitung gibt’s auf Nachfrage beim Jugendleiter Ihres Vertrauens.

Simon: Südtiroler Kletteropa, der sich als Exenknecht und Speckexperte nützlich machte.

Jamón: Wohlschmeckendes Plagiat Südtiroler Speckkunst. Objekt der Begierde nach langer brotloser Mehrseillängenkletterei.

Zeit: viiiel zu wenig… Jedoch der einzige Faktor, der die verbleibenden Hautreste an den Fingern lässt und uns trübseelig ins kalte, Burghauser Novemberwetter zurückkehren lässt

DSC01579 (Medium).JPG

Bericht von Simon Pedron, Fotos von Thomas März

Mit dabei waren: Simon P, Fabian (alias die Klettermaschine aus Bad Wörishofen), Jule, Tina, Robert, Simon K., Tim (alais Junior), Thomas

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Ablehnen