Bericht Sektionscamp - Wildniscamp am Falkenstein

In der ersten Sommerferienwoche machten wir uns mit zwei Klein-Bussen und einem PKW voller Kinder, Jugendleiter, einem schwarzen Vierbeiner und ganz vielen leckeren Lebensmitteln auf  in den bayerischen Wald, ins Wildniscamp am Falkenstein.
Unser diesjähriges Sektionscamp fand vom 31.07. bis zum 4.08. statt und wir begannen die Sommerferien mit super Wetter und in toller Umgebung!
Nach einer kleinen Odysee kreuz und quer durch den bayerischen Wald, kamen wir Montagmittag mit etwas Verspätung, aber in guter Stimmung im Wildniscamp am Falkenstein an.  Als erstes durften wir das Camp erkunden, unser Gepäck und unseren Proviant auspacken und bezogen unsere Hütten: einen bayerischen Rindenkobel, eine venezolanische Cabaña, eine mongolische Jurte, eine chilenische Ruka, eine Lehmhütte wie in Benin, eine brasilianische Amazonashütte und ein vietnamesisches Langhaus. Den ersten Tag verbrachten wir mit Spielen, hörten Geschichten und durften das Gelände sogar noch bei einer Nachtwanderung erkundigen. Müde und zufrieden konnten wir uns in unsere Hängematten kuscheln, uns auf den Reismatten ausstrecken, uns in die prächtig bemalten Holzbetten kuscheln oder einfach nur den Schlafsack in den Hüten ausbreiten.

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Den Dienstag verbrachten wir auf den Spuren des Bibers. Wir wanderten den ganzes Tag kreuz und quer durch den Nationalpark, am Bach entlang, durch den Bach, entdeckten Pilze wie die krause Glucke und der Abend war bestimmt von wilden Werwölfen, die im Schein des Lagerfeuers gejagt werden mussten. Die Wespen machten es uns an diesem Tag manchmal recht schwer und es gab einige Stiche zu beklagen.

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Mittwochs gab es viele Spiele, wir erforschten die Länder unserer Hütten und stellten sie den anderen vor, konnten bei Landartprojekten so richtig kreativ werden und auch das Feuermachen ohne Streichhölzer durften wir üben. Leider quälten uns die Wespen an diesem Tag sehr, sie attackierten uns mehrere Male. Nur wenige kamen ohne Wespenstiche davon. Das Lagerfeuer am Abend wurde wie immer

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von wilden, hungrigen Werwölfen begleitet. Nachts draußen unter dem Sternenhimmel zu schlafen, war für viel das Highlight der Woche!

 

Auf den Gipfel des Falkensteins ging es am Donnerstag, das Eis hier oben schmeckte besonders gut und die Wanderung, die uns den ganzen Tag durch die unterschiedlichsten Landschaften des bayerischen Waldes führte, wurde am Abend mit einem leckeren Chili belohnt. Es gab sogar Pilze, die nach Rosen rochen und dass man aus vermodertem Holz tolle Skulpturen formen konnten, lernten wir auf dieser Wanderung. Das Größte überhaupt war ein Hang voller Blaubeeren, die wir für den Nachtisch und natürlich auch gleich in den Mund pflückten. Auch Blaubeer-Tattoos wurden mit unserer reichlichen Beute gemalt und  einige Haarspitzen verfärbten sich in wilde Lila-Töne.

Kurz nachdem wir uns nach unserer letzten langen Nacht am Lagerfeuer in unsere Hütten verkrümelt  hatten, zog dann ein Gewitter auf und wir mussten bereits mit den ersten fallenden Regentropfen ganz schnell ins Sammellager im Haupthaus umziehen. Nachdem wir uns da dann alle gemütlich eingerichtet hatten, konnten wir endlich eine weitere ruhige Nacht verbringen.

Am Freitag hieß es nur noch aufräumen und zusammenpacken. Die ganze Truppe bekam als Andenken noch ein T-Shirt vom Wildniscamp und dann ging es auf zum Baumwipfelpfad, wo einige  noch einige ihre Höhenangst besiegen konnten und ins Informationszentrum des Nationalparks, wo wir noch viel Wissenswertes über den Nationalpark erfuhren. Recht müde, aber mit vielen tollen Eindrücken, kamen wir am späten Nachmittag zurück nach Burghausen.

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Eine Woche in schönster Umgebung, wunderschönen Hütten, mit viel Spaß und wilden Spielen, hungrigen Werwölfen, endlosen Lagerfeuern, tollen Wanderungen, leckerem Essen und guter Stimmung - ein wirklich gelungenes Sektionscamp!

Bericht von Anja Evers

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